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Nur noch
sehr selten kann man in unserer heutigen, vom
Automobil dominierten Welt, Pferdekutschen und
Fuhrwerke auf den Straßen entdecken.
Lassen
Sie sich im Kobrower Kutschenmuseum in jene Zeit
versetzen, in der diese Fahrzeuge die
bestimmenden Fortbewegungs- und Transportmittel
waren. Das Mecklenburger Kutschenmuseum in
Kobrow zählt mit seinen fast 150 Kutschen,
Wagen, Fuhrwerken und auch Pferdeschlitten zu
einer der reichhaltigsten und bedeutsamsten
Sammlungen in Deutschland.

Im
gesamten norddeutschen Raum ist es das größte
seiner Art. Sie sehen elegante Mylords, Coupés,
Wagonetten, Landauer, Victoriakutschen, Phaetons
und Jagdwagen aus dem 19. und beginnenden 20.
Jahrhundert.
Neu dazu gekommen sind einige Wirtschaftswagen,
wie z.B. ein Bäckerwagen und ein Brauereiwagen.
Interessant ist auch ein Schweizer
Krankentransportwagen im Originalzustand und
zwei Leichenwagen. Die z. T. aufwändig restaurierten
Fahrzeuge werden von einem privaten Sammler zur
Verfügung gestellt und kommen weltweit aus den
verschiedensten Ländern.

Sogar
Kutschen aus dem alten Amerika kann man
bestaunen. Weitere Raritäten sind ein 100 Jahre
alter Pumpenwagen der Feuerwehr, eine Kutsche
der letzten deutschen Kaiserin Victoria, mehrere
Militärfahrzeuge aus beiden Weltkriegen und
besonders erwähnenswert, die Sammlung der
Kinderkutschen. Das Kobrower Museum präsentiert
sich in inzwischen 4 Hallen eines
ehemaligen volkseigenen Gutes auf einer
Gesamtfläche von über 2300 m².

Besonders hervorzuheben ist nicht nur die große
Anzahl und Vielfältigkeit der verschiedenen
Kutschen; auch die umfangreiche Sammlung
seltener Reiseaccesoires, Sättel und Zaumzeug,
Porzellan und Literatur ist einzigartig.
Zusätzlich dokumentiert eine Ausstellung alter
Werkzeuge Berufsgruppen, die sich um Fahrzeugbau
und Wartung, ebenso wie um das Wohlergehen der
Pferde gekümmert haben. Die Sammlung befindet
sich auch aktuell im ständigen Wachstum und wird
somit zukünftigen Generationen, die Historie der
Kutsche in all ihren Facetten dauerhaft
darstellen können.
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