SVZ | 29. Juli 2010 | von Michael-Günther Bölsche

 

PARCHIM/KOBROW - Karin Strenz, die dieses Fest auch als Dank an ihre Helfer, Freunde und Mitstreiter verstanden wissen wollte, meinte: "Vor einem Jahr haben wir noch gekämpft in diesem schönsten Wahlkreis von Parchim über Nordwestmecklenburg bis Wismar. Trotz harter Politik wollen wir zusammenhalten und deshalb unser Sommerfest feiern." Den Gästen stellte sie ihr Berliner Team vor und auch einige ihrer Unterstützer. Unter anderem ihre "politische Ziehmutter", die Kreistagspräsidentin von Parchim und Bürgermeisterin von Lübz, Gudrun Stein, sowie den Landtagsabgeordneten und Chef des regionalen Unternehmerverbandes Wolfgang Waldmüller. 
 


Zur Überraschung des Bundesverteidigungsministers begrüßten die Gäste nach dem Mecklenburglied den Minister mit dem zuvor einstudierten Frankenlied. Dieser dankte und schmeichelte dem Gastgeberort, in dem er diesen als "Vorort von Berlin" bezeichnete. Die Mecklenburger lobte von Guttenberg wegen ihrer Heimatliebe. "Sie wohnen nicht nur hier, sondern sie leben ihre Heimatliebe und sie vertreten sie auch", meinte der Minister, der dann kurz zum aktuellen Berliner Polittheater der Koalition abschweifte. 
 

 

"Ich habe wenig Freude über das derzeitige politische Bild der Regierung. Dieses muss besser werden. Wir können uns inhaltlich über die Themen streiten, aber wir müssen und wollen miteinander regieren", so von Guttenberg, der dafür viel Applaus erhielt. Politik sei eine Dienstleistung, "Dienst und Leistung und dazu müssen auch unangenehme Dinge angesprochen werden", forderte er weiter.

 

 

 Doch das war’s mit der großen Politik, er wolle sich nun als Oberfranke dem Lübzer Bier zuwenden. Gemeinsam mit Karin Strenz und dem Lübzer Brauereichef Wilfried Horn stach er das Fass an. Allerdings mit einer richtigen Dusche nach mehreren Hammerschlägen. So wurde der Oberfranke in Kobrow mit mecklenburgischem Bier getauft.

 

 

Die Gäste waren sehr zufrieden. "Was er zum Regierungsbild gesagt hat, stimmt genau. Man muss die Dinge beim Namen nennen", meinte Norbert Rethmann und der gastgebende Bürgermeister Olaf Schröder bezeichnete es als eine Ehre für Kobrow, den Verteidigungsminister begrüßen zu dürfen. Fritz-Maria Basler überreichte ein Buch mit den gesammelten Predigten von Horst Gollnick. Gollnick ist Pfarrer im Ruhestand in Sternberg und langjähriger Freund der Familie Strenz. Doch dann unterbrach eine zweite Dusche, diesmal ein Platzregen, das Fest.

 

 

Freiherr zu Guttenberg suchte Schutz auf der Bühne, unterhielt sich hier weiter. und versprach, bald wieder zu kommen. 

 

Einen kurzen Besuch im "Mecklenburger Kutschenmuseum" lies sich der Minister nicht nehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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