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PARCHIM/KOBROW -
Karin Strenz, die dieses Fest auch als Dank an ihre
Helfer, Freunde und Mitstreiter verstanden wissen
wollte, meinte: "Vor einem Jahr haben wir noch
gekämpft in diesem schönsten Wahlkreis von Parchim
über Nordwestmecklenburg bis Wismar. Trotz harter
Politik wollen wir zusammenhalten und deshalb unser
Sommerfest feiern." Den Gästen stellte sie ihr
Berliner Team vor und auch einige ihrer
Unterstützer. Unter anderem ihre "politische
Ziehmutter", die Kreistagspräsidentin von Parchim
und Bürgermeisterin von Lübz, Gudrun Stein, sowie
den Landtagsabgeordneten und Chef des regionalen
Unternehmerverbandes Wolfgang Waldmüller.
Zur Überraschung des Bundesverteidigungsministers
begrüßten die Gäste nach dem Mecklenburglied den
Minister mit dem zuvor einstudierten Frankenlied.
Dieser dankte und schmeichelte dem Gastgeberort, in
dem er diesen als "Vorort von Berlin" bezeichnete.
Die Mecklenburger lobte von Guttenberg wegen ihrer
Heimatliebe. "Sie wohnen nicht nur hier, sondern sie
leben ihre Heimatliebe und sie vertreten sie auch",
meinte der Minister, der dann kurz zum aktuellen
Berliner Polittheater der Koalition abschweifte.
"Ich habe wenig Freude über das
derzeitige politische Bild der Regierung. Dieses
muss besser werden. Wir können uns inhaltlich über
die Themen streiten, aber wir müssen und wollen
miteinander regieren", so von Guttenberg, der dafür
viel Applaus erhielt. Politik sei eine
Dienstleistung, "Dienst und Leistung und dazu müssen
auch unangenehme Dinge angesprochen werden",
forderte er weiter.
Doch das war’s mit der großen
Politik, er wolle sich nun als Oberfranke dem Lübzer
Bier zuwenden. Gemeinsam mit Karin Strenz und dem
Lübzer Brauereichef Wilfried Horn stach er das Fass
an. Allerdings mit einer richtigen Dusche nach
mehreren Hammerschlägen. So wurde der Oberfranke in
Kobrow mit mecklenburgischem Bier getauft.
Die Gäste waren sehr zufrieden. "Was
er zum Regierungsbild gesagt hat, stimmt genau. Man
muss die Dinge beim Namen nennen", meinte Norbert
Rethmann und der gastgebende Bürgermeister Olaf
Schröder bezeichnete es als eine Ehre für Kobrow,
den Verteidigungsminister begrüßen zu dürfen.
Fritz-Maria Basler überreichte ein Buch mit den
gesammelten Predigten von Horst Gollnick. Gollnick
ist Pfarrer im Ruhestand in Sternberg und
langjähriger Freund der Familie Strenz. Doch dann
unterbrach eine zweite Dusche, diesmal ein
Platzregen, das Fest.
Freiherr zu Guttenberg suchte Schutz
auf der Bühne, unterhielt sich hier weiter. und
versprach, bald wieder zu kommen.

Einen kurzen
Besuch im "Mecklenburger Kutschenmuseum" lies sich
der Minister nicht nehmen.
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